Umweltmanagement & Nachhaltigkeit der PWL Gruppe

Allgemeines

Im Rahmen des Geschäftsbetriebes als logistischer und maritimer Dienstleister ohne eigene Transportfahrzeuge, Immobilen und sonstige Lager- und Umschlagsflächen versuchen wir den Einfluss unseres Unternehmerischen Handels auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten und damit den Aspekten der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen orientieren sich dabei an den Verhaltensrichtlinien (code of conduct).

Im Rahmen eines Voraudits durch die  Zertifizierungsgesellschaft QS Hanseatic wurde eine positive Bewertung für ISO 14001 (Umwelt) und ISO 45001 (Arbeitssicherheit) für die PWL Group bestätigt.

Leitbild

Zur Realisierung unseres Anspruches haben wir die nachstehend aufgeführten Umweltleitlinien als verbindliche Inhalte unserer Geschäftspolitik definiert:

  1. Wir halten die umweltrelevanten Anforderungen und Gesetze ein. Wir verpflichten uns, die relevanten Gesetze und Verordnungen wie auch die uns auferlegten Auflagen bezüglich Umweltschutz und Arbeitssicherheit einzuhalten und darüber hinaus eigene Zielsetzungen zu erreichen.
  2. Den Schutz der Umwelt und sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen betrachten wir als unsere gesellschaftliche Verpflichtung.
  3. Wir orientieren uns am Leitgedanken des nachhaltigen Wirtschaftens.
  4. Mit Energie, Rohstoffen und Wasser gehen wir sparsam um.
  5. Umweltbelastungen wie Abfall, Abwasser, Emissionen und Lärm vermeiden wir oder halten sie so gering wie möglich.
  6. Die Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Umwelt werden erfasst, beurteilt und in Ziele und Maßnahmen für Verbesserungen abgeleitet. Wir verpflichten uns, kontinuierlich an der Verringerung der Umweltbelastungen zu arbeiten.
  7. Wir integrieren alle umweltrelevanten Geschäftsprozesse in unser Managementsystem und suchen permanent nach Verbesserungen.
  8. Wir fördern das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um gemeinsam in allen Bereichen des Unternehmens die Umwelt zu schützen und mit Rohstoffen und Energie sparsam umzugehen.
  9. Wir setzen uns aktiv für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie ein, um unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

Umweltaspekte

Da keine eignen Materialien transportiert und auch keine eigenen Fahrzeuge für die Transporte unserer Kunden genutzt werden, bestehen die größten Potenziale eines möglichst geringen Ressourcenverbrauchs durch den Transport durch eine bestmögliche Beratung unserer Kunden durch den Vertrieb auf der einen, und die bestmögliche Lieferanten und Verkehrsträgerauswahl des operativen Bereiches auf der anderen Seite. Dadurch wird ein funktionierendes Umweltmanagement nur durch die Bereitschaft und Beteiligung aller Prozessbeteiligten innerhalb des Unternehmens möglich.

Losgelöst vom transportwirtschaftlichen Aspekt sind wir bestrebt unsere betrieblichen Abläufe im Büroalltag so effizient und ressourcenschonend wie möglich zu gestalten, was sich natürlich auf die betriebswirtschaftlichen Aspekte auswirkt. Auf die einzelnen Aspekte zu betrieblichen und transportbasierten Handlungen möchten wir im Folgenden näher eingehen.

Transportbasierte Möglichkeiten

Die Einflussmöglichkeiten bei der Durchführung unserer Transportdienstleistung besteht überwiegend in der bestmöglichen Analyse der zur Verfügung stehenden Verkehrsträger, um die vom Kunden gewünschte Dienstleistung zur Zufriedenheit des Auftraggebers unter der Berücksichtigung der Faktoren Zeit, Kosten und Umwelteinflüsse wie z.B CO2 Emissionen/tkm zu organisieren. Hierbei ist ein Fokus auf der Auswahl der entsprechenden Lieferanten wie Reedereien, LKW-, Bahn- und Binnenschiffsunternehmern. Auch hier merken wir, dass das Thema Nachhaltigkeit der Transportleistungen bei unseren Lieferanten eine immer größer werdende Präsenz hat. Unsere Top-3 Lieferanten für Seetransporte haben mittlerweile eine ISO 14001-Zertifizierung und auch bei den lokalen Transportdienstleistern beschäftigt man sich intensiv mit diesen Themen.

Bei der Beratung unserer Kunden haben wir dabei auch stets neue Transportkonzepte wie z.B. Bahntransporte von bzw. nach Fernost im Blick, um hier für unsere Kunden Luftfrachten ganzer Container zu vermeiden und die Umwelt nicht unnötig belasten. Weiterhin konnten wir in den letzten 2 Jahren ein neues Transportkonzept für einen Kunden verbessern und durch Crosstrades und die Nutzung von Freihandelszonen in einzelnen Ländern seine weltweiten Warenströme optimieren und dadurch unnötige Transporte zu den Zentrallägern in Europa vermeiden.

Betriebliche Möglichkeiten

Die betrieblichen Umwelteinflüsse um Unternehmen lassen sich grob in die 4 Bereiche Vertrieb, Standort, IT-Infrastruktur und Büromaterial gliedern. Im Bereich Vertrieb legen wir z.B. Wert auf die Auswahl der Werbegeschenke für unsere Kunden. Das Ziel ist es, nur wertige Werbegeschenke an unsere Kunden zu verteilen, die auch tatsächlich und gerne genutzt werden und nicht direkt nach dem Besuch im Müll landen und damit nur unnötige Ressourcen in der Produktion und dem Transport verursacht haben und eigentlich nur zusätzlichen Abfall produzieren. Bei Geschäftsreisen sind die Vertriebsmitarbeiter angehalten nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und nur im Notfall ein Taxi zu nehmen. Sämtliche Firmenfahrzeuge verfügen selbstverständlich über eine grüne Umweltplakette.

Bei der Standortwahl im Jahr 2004 für das Bremer Büro haben wir uns ganz bewusst für das Beibehalten der zentralen Lage im Innenstadtbereich entschieden, da eine Anbindung für die Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Straßenbahn und Zug durch die Nähe zum Hauptbahnhof ideal ist. Da viele Mitarbeiter im Stadtbereich wohnen, ist der Arbeitsplatz für viele auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Diese Anbindungen wären an alternativen Standorten wie dem Technologiepark oder der Überseestadt so nicht möglich gewesen. Das Gebäude wurde zuletzt im Jahr 2015 saniert und durch den Einbau neuer Fenster und einer zusätzlichen Dämmung der Fassade und des Daches konnte der Energieverbrauch weiter gesenkt werden.

Durch die Nutzung neuester IT-Infrastruktur und Datenschnittstellen zu unseren Kunden und Dienstleistern versuchen wir das Ausdrucken von Dokumenten und E-Mails auf das nötigste zu beschränken. Durch den Trend zu „digitalen Originaldokumenten“ und die Umstellung auf Seawaybills wird auch der unnötige Versand von Original-B/L reduziert. Die Archivierung unserer Ablage erfolgt in einem Digitalen Archiv, wodurch zusätzlich Ausdrucke vermieden werden. Mittlerweile sind fast alle Arbeitsplätze mit einem zweiten Bildschirm ausgestattet um die Übertragung von Daten in unterschiedlichen Systemen für die Mitarbeiter zu vereinfachen und das unnötige Verbrauchen von Papier und Tonern zu vermeiden. Der Rechnungs- und Mahnversand an unsere Kunden erfolgt weitestgehend per E-Mail oder über die Rechnungsportale unserer Kunden. Zusätzlich weisen wir unsere Dienstleister darauf hin, dass wir einen elektronischen Rechnungsversand wünschen.

Auch bei sonstigem Büromaterial achten wir auf die Mehrfachnutzung von Büroklammern, Klarsichtmappen, etc. und achten darauf, dass diese vor der Archivierung entfernt werden.

Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr

Zur Gefahrenabwehr haben wir einerseits fachkundige Mitarbeiter, die z.B. beim Unfall eines Gefahrguttransportes oder beim Austreten von Gefahrgut aus der Transporteinheit umgehend die notwendigen Stellen informieren, um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt durch den Austritt gefährdender Stoffe so gering wie möglich zu halten. Daher erfolgen regelmäßige Schulungen der am Transport von Gefahrstoffen beteiligten Personen durch den Gefahrgutbeauftragten. Zur Vermeidung von Arbeitsunfällen im Unternehmen besteht ein Dienstleistungsvertrag mit der Firma ASUMED zur Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze, Einhaltung der Brandschutzbestimmungen, etc. Zusätzlich erfolgt eine Unterweisung zur Arbeitsplatzsicherheit und Notfallplänen durch AIS.

Analyse & Bewertung

Bei der Analyse und Bewertung greifen wir auf die jährliche Dienstleisteranalyse zurück, um zu überwachen, welche wichtigen Dienstleister ein Umweltmanagementsystem implementiert haben. Weiterhin Versuchen wir Einflussfaktoren auf Veränderungen im Modal-Split zu identifizieren und inwieweit wir diese steuern können.

Bei der Analyse der internen Abläufe untersuchen wir die Ursache auf Schwankungen bei den Kosten für Büromaterial und Fuhrpark um möglichst umweltverträglich und kostenoptimiert unsere unternehmerischen Ziele zu erreichen. Zusätzlich müssen wir regelmäßig an Nachhaltigkeitsschulungen mit anschließender Überprüfung unserer Großkunden teilnehmen. Dies umfasst auch ein CSR (Corporate Social Responsibility)-Rating durch EcoVadis, wobei die Nachhaltigkeit von Lieferanten untersucht und bewertet werden.

Ziele

Durch eine intensive Zusammenarbeit der IT und den operativen Bereichen wollen wir die Arbeitsabläufe besser analysieren um zu prüfen, an welchen Stellen es Digitalisierungsmöglichkeiten gibt. Ein Beispiel ist die direkte Archivierung von E-Mails und E-Mail Anhängen in das Archivierungssystem. Weiterhin sollen durch vermehrte Nutzung der Speditionssoftware internen Dokumente die Ausdrucke pro Auftrag weiter reduziert werden.

Durch eine gezieltere Abstimmung mit unserer Kunden sollen LKW-Direkttransporte über 150 km Entfernung möglichst vermieden werden, wenn die Ware es zulässt. Dieses ist nur bei rechtzeitiger Planung und Avisierung mit unseren Kunden möglich, um kurzfristige Transporte zu vermeiden. Durch die gezielte Auswahl unserer Vertragspartner bei langfristigen Geschäften wollen wir die Zusammenarbeit mit umweltbewussten Lieferanten ausbauen. Hier arbeiten wir bereits seit Jahren mit Unternehmen zusammen, die sich immer wieder durch Innovationen im Fuhrpark und eine effiziente Nutzung der Lager- und Umschlagskapazitäten auszeichnen. Umweltbewusstsein der Mitarbeiter durch gezielte Themen bei den monatlichen Besprechungen fördern. Verringerung der Abgasemission durch ausschließlichen Einsatz von Dienstfahrzeugen mit EURO 5 und EURO 6 Norm und höher. Bei der Neuanschaffung von Leuchtmitteln soll verstärkt auf LED-Technik gesetzt werden, um den Energieverbrauch weiter zu senken.